Um zur Junioren-Weltmeisterschaft zu gelangen, nahmen die Nachwuchs-Freestyler des DSV
eine lange Reise auf sich. Für den Verband machte sich Felix Wagner vom SC Bad Tölz auf
den weiten Weg ins sibirische Krasnojarsk, das ca. 3300 km östlich von Moskau liegt.
Nach einer spektakulären Eröffnungsfeier bekam die Mannschaft noch ein paar
Regenerationstage, bevor es auf die Piste ging, die von den russischen Gastgebern für die
Buckelpisten-Disziplinen im Einzel und Dual perfekt errichtet wurde.
Der 14-jährige Felix konnte sich als jüngster WM-Teilnehmer beim Einzel auf Anhieb für das
Finale der besten 16 qualifizieren. Mit einem Backflip Grap und einem Backflip Cross fuhr er
inklusive einer sauberen Fahrt durch die Buckel am Ende auf Platz 13.
Beim Dual-Wettbewerb schaffte es Felix sich für den Parallel-Modus zu qualifizieren. Jedoch
endete hier das Rennen für ihn früh. Gleich in seiner ersten Runde verlor er gegen den
späteren Zweitplatzierten, der als Duellgewinner eine Runde weiter kam, und landete
letztlich auf Rang 14.
Obwohl es für den Weltmeistertitel noch nicht reichte, ging es mit vielen neuen Eindrücken
und Erfahrungen gleich im Anschluss auf die Jagd zum Titel des Deutschen Meisters. Und das
mit Erfolg! Nur ein paar Tage später konnten die nationalen Meisterschaften in Airolo
stattfinden, bei dem auch die Schweizer Meister im Rahmen eines FIS-Rennens ermittelt
wurden. Hier wurde Felix im Einzel mit seiner gewohnt sicheren Fahrt und den beiden
Backflip-Sprüngen deutscher Vizemeister hinter dem 4 Jahre älteren Linus Merz vom SC
Wiesloch. In der FIS-Gesamtwertung lagen die beiden Schweizer Marco Tade und Enea Buzzi
vor ihnen.
Am nächsten Tag schaffte es Felix dann endlich zu seinem Titel: im Dual-Rennen lies er
seinen Konkurrenten Linus Merz hinter sich und holte sich somit im kleinen Finale die
Goldmedaille zum deutschen Meister. Das große Finale bestritten hier wieder die Schweizer
Gewinner vom Vortag für sich.
Über seinen Titel freute sich mit ihm sein Trainer Ferdl Eichner, der Felix schon seit 6 Jahren
betreut. Ebenso begeistert waren seine Teamkollegen vom Oberland, von denen lediglich
Laura Eckle noch an den Rennen teilnehmen durfte und im Einzel auf Rang 6 landete, sich
hier allerdings als Junior der Deutschen Meisterschaft die Bronzemedaille holte, und im Dual
Platz 6 erreichte.
Leider fand in diesem Winter für die jüngeren Athleten kein Regional-Wettkampf statt, für
das sie mit Coronaregeln den ganzen Winter trainiert hatten. Trotzdem geht es nun mit
voller Motivation erstmal in eine kleine Frühlingspause und dann ins Sommertraining auf die
Wasserschanze.