Zur Halbzeit der Wettkampfsaison haben sich die Jugend-Biathleten des SC Bad Tölz der harten Konkurrenz im Stadion von Oberhof gestellt. Die Strecken verlangten Anna-Wynne Berger, Michael Palicka und Leo Pfund eine Menge ab, vor allem im langen Anstieg des Birxsteigs, der selbst unter den Top-Athleten der Welt gefürchtet ist. Letztlich schlug sich vor allem Pfund hervorragend: Derzeit liegt er in der Gesamtwertung des Deutschlandpokals wieder auf Platz 1.

Oberhof begrüßte die insgesamt 180 jungen Biathleten aus ganz Deutschland mit dem für die Region typischen Wetter – Nebel und Nieselregen – was die Sicht am Schießstand nicht gerade erleichterte. Auch die anspruchsvollen Weltcupstrecken stellten für die jungen Sportlerinnen und Sportlern im Alter zwischen 16 und 19 Jahren eine große Herausforderung dar.

Beim Sprint am Samstag mit zwei Schießeinheiten kämpfte sich Leo Pfund in der mit 26 Startern besetzten Klasse J 18/19 auf den 8. Platz. Er schoss nur einen Fehler, doch die Ski und die Beine machten nicht so richtig mit. Auch Michael Palicka, der in Nesselwang trainiert, fand sich nicht so wirklich ein. Mit vier Fehlern erlief er sich noch den 22. Platz in seiner Altersklasse J 17. Anna-Wynne Berger, die als jüngerer Jahrgang in der J 18/19 startet, behauptete sich mit zwei Schießfehlern im Mittelfeld – Platz 17.

Neu gemischt wurden die Karten wie so oft im Biathlon am Sonntag. Ein Massenstart stand auf dem Programm, eine Wettkampfform, die Taktik erfordert. Am Anfang am besten nicht in den Skiern oder Stöcken des Nachbarn verhakeln, das Rennen mit den insgesamt vier Schießeinlagen gut einteilen, den Oberhofer Wind beim Schießen im Auge behalten – das wäre die Marschrichtung. Michael Palicka hatte gleich anfangs Pech, er geriet beim Überholen neben die Loipe und landete im Schnee neben der Rennstrecke. Deshalb musste er leider das Rennen aufgeben.

Anna-Wynne hingegen hatte sich offenbar gut eingerichtet mit ihrem 17. Platz – Mit fünf Fehlern lief sie wieder auf diesem Rang ins Ziel. Leo Pfund hatte hingegen bessere Ski als am Vortag unter den Füßen und kombinierte dies mit einer sehr guten Schießleistung. Nur zwei von 20 Schuss gingen daneben, und er musste sich nur einem Konkurrenten aus Baden-Württemberg geschlagen geben, der vier Sekunden vor ihm die Ziellinie passierte.

Weiter geht es in zwei Wochen mit der Deutschen Meisterschaft im niedersächsischen Clausthal-Zellerfeld  – einem der Höhepunkte in der Wettkampfsaison.

Ergebnisse unter: www.biathlon-nachwuchs.de