Mit einem einmaligen Highlight hat die Wintersaison für die Tölzer Biathleten Anna-Wynne Berger und Leonhard Pfund geendet: Beide durften von 20. bis 26. März an der europäischen Jugendolympiade (EYOF) im finnischen Vuokatti teilnehmen.

Bei der Eröffnungsfeier am Sonntag konnten sie den olympischen Geist erstmals erleben, mit 44 Nationen und etwa 1000 Athleten herschte eine aufregende und zugleich friedliche Atmosphäre. Anna Berger wurde sogar ausgewählt, die britische Fahne zu tragen! 

Nach zwei Tagen Training und sonstigen Aktivitäten wie Zuschauen bei anderen Sportarten, ging es am Dienstag mit dem Sprint-Wettkampf los. Dieses Rennnen wurde sogar vom finnischen Fernsehen und von zahlreichen Fans und anderen Athleten begleitet. Für Anna-Wynne lief es leider nicht wirklich rund. Aufgrund eines gesundheitlich bedingten Trainingsausfalls konnte sie nicht ihr Potential zeigen. Leo hingegen startete mit der drittbesten Angangszeit gut in das Rennen, schoss liegend aber 3 Fehler und konnte dann mit einem fehlerfreien Stehendschießen noch 13. werden. Nach einem Ruhetag folgte dann der schießlastige Einzel. Hier machte Leo mit 2/0/0/0 einen starken 6. Platz und wurde aufgrund dieser guten Schießergebnisse als Schlussläufer für die abschließende Mixed-Staffel am Freitag eingesetzt. Die Deutschen zählten durchaus zum engen Favoritenkreis für die Medaillenränge. Die zwei Mädels Charlotte Gallbronner (Ulm) und Lea Zimmermann (SC Partenkirchen) legten gut vor, bei der Übergabe auf Linus Kesper(Willingen) lag Deutschland auf dem 2. Platz. Linus, ein schneller Läufer kam auch als erster zum Liegendschießen, wo er allerdings 3 Strafrunden schoss. Er übergab dennoch auf Rang 5 an Leo, 30 Sekunden auf den Bronzeplatz. Leo wurde seiner Sache als Schlussläufer gerecht, benötigte keinen Nachlader und lief 20 Sekunden auf Platz 3 und 4 heraus. Nach dem Stehendschießen waren es also nur noch 10 sekunden und dementsprechend spannend war auch die Schlussrunde: Stück für Stück ging es näher ran und die Kollegen an der Strecke feuerten mächtig an. Doch alles Adrenalin war leider nicht ausreichend, am Ende schrammte Leo als 4 und nur fünf Sekunden hinter Polen ins Ziel.

Trozdem konnten beide Tölzer viel aus Finnland mitnehmen und internationale Bekanntschaften schließen.

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